Warum muß das Fahrzeug vor Pflanzenölgebrauch umgerüstet werden?
Aufgrund der stark vom Dieselkraftstoff abweichenden Eigenschaften pflanzlicher Öle, kann Pflanzenöl in Serienmotoren nicht rückstandslos unter Einhaltung der Abgasvorschriften verbrannt werden.
Gründe hierfür sind:
Höhere Viskosität des Pflanzenöles als des Dieselkraftstoffes.
Dadurch verschlechtert sich die Gemischaufbereitung im Hinblick auf alle relevanten Parameter so drastisch, daß ein Anspringen des Motors bei tiefen Temperaturen nicht mehr möglich ist. Ausserdem nimmt der Ausstoß an unverbrannten Kohlenwasserstoffen und Partikeln eine nicht hinnehmbare Größenordnung an. Auch eine Kraftstoffvorwärmung ändert an diesen Tatsachen nichts.
Chemische Eigenschaften weichen stark vom Dieselkraftstoff ab. Deshalb sind nur Änderungen am Verbrennungsablauf des Motores wirkungsvoll. Pflanzenöl hat eine vom Dieselkraftstoff stark abweichende Siedekurve, was sich auf die zeitlichen Verbrennungsabläufe auswirkt. Heizwert und Kraftstoffdichte weichen ab und wirken sich somit auf die Wärmefreisetzungsrate und den Wirkungsgrad des Motores aus.
Diese unvollständige Verbrennung verursacht klemmende und verkokte Kolbenringe. Sie ist Ursache für Ablagerungen an den Ventiltellern und Ansaugwegen, sowie Verkokungen an den Einspritzdüsen, bis hin zum Ausbleiben von Einspritzstrahlen. Langfristig kann also mit einem Totalausfall des Motores bei unsachgemäßer Umrüstung gerechnet werden. Die Betriebserlaubnis erlischt und somit auch der Versicherungsschutz, wenn Änderungen an vorge-schriebenen Fahrzeugteilen vorgenommen werden oder sich im Bereich des Abgasverhaltens etwas ändert, soweit keine Eintragung im Fahrzeugschein erfolgt. Diese Änderungen können jedoch nur Umrüstunternehmen garantieren, wenn ein Typengutachten und ein Qualitätsmanagementsystem (Zertifizierung) vorgelegt werden kann.
Bei uns erhalten Sie für viele Fahrzeuge bei Auslieferung diese TÜV-Abnahme zum Eintrag in die Fahrzeugpapiere.
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